Heute wollte ich mal wissen wer oder was eigentlich die beste Suchmaschine ist.
Gefragt habe ich einfach mal die Alles-Wisser im Internet: Google und Yahoo. Bei beiden Diensten habe ich zwar nicht mit einer objektiven Meinung gerechnet, aber man kann ja nie wissen. Zuerst habe ich bei Yahoo ,beste Suchmaschine’ eingegeben und siehe da: Yahoo gibt mir 1.800.000 Ergebnisse und auf Platz 1 steht Google, bei denen ich ja eh mal nachfragen wollte. Yahoo selbst habe ich auf den ersten zehn Plätzen nicht gefunden. Sollte mir das zu denken geben?
Als zweites habe ich dann Google selbst befragt und auch Google scheint bescheiden. Als Ergebnis spuckt mit der Alles-Wisser MetaGer aus, eine Suchmaschine der Leibniz Universität Hannover, den Yahoo auf Platz 2 listet.
Hmmm…. Bei ,MetaGer’ habe ich übrigens auch mal nachgefragt und die findet unter dem Stichwort gar keine Suchmaschine auf Platz 1 sondern eine Firma, die Internet-Marketing betreibt, auf Platz 3 befindet sich eine Suchmaschine für Mallorca (Prost!) und auf Platz 7 dann MetaGer selbst, weit vor Google und Yahoo.
Donnerstag war ich mal wieder bei meiner Freundin Else in Berlin. Abends haben wir uns überlegt, was man so mit 62 Jahren in der großen schönen Stadt anstellen kann. Zuerst wollten wir ins Kino, aber dann kam uns der Gedanke, dass ja Tag der NVA ist und wir uns vielleicht etwas politusch betätigen sollten. Gut, so richtig haben wir die Revolution dann doch nicht gefeiert, dies haben wir zwei Experten überlassen.
Jürgen Kuttner und André Meier veranstalten regelmäßig unter dem Namen “Von Mainz bis an die Memel” in der Volksbühne einen Videoschnippsel-Vortrag. Kuttner, in der Gestalt eines kleinen Mannes mit riesiger ostberliner Schnauze, der, wenn er ein Kind wäre, wegen ständiger Rumhampelei längst mit Ritalin ruhiggestellt worden wäre, interpretiert aus dem Hintergrund seiner anderen Erfahrung als Ostdeutscher Fernsehbilder und zwingt die Zuschauer im Saal, genauer hinzusehen, auch wenn sie seine Sicht auf die Dinge nicht teilen mögen. Meier sitzt im Hintergrund auf der Bühne, spielt die Beiträge ein und ist vermutlich sowas wie der Manuel Andrack von Harald Schmidt. Die Veranstaltung ist eine humorvolle Medienkommentierung, die auch immer Medienkritik aus ostdeutscher Sicht ist.
Zum Ende einer jeden Veranstaltung - die übrigens nicht nur bei Langeweile zu empfehlen ist - wird immer noch der Wahlkampf-Song von Joseph Beuys eingespielt, den er als Mitgründer der Grünen zum Wahlkampf 1982 vorgestellt hat. Mit dem Titel “Sonne statt Reagan”, geht er gesellschaftskritisch auf die Rolle der USA im Kalten Krieg ein - ein schöner Beitrag (absolut fettfrei) hier direkt zum ansehen:
Es gibt immer zwei Gruppen von Menschen: Looser und Macher.
Looser sind die Typen, die in der Schule schon ins Klo gesteckt wurden und mit der Kakaotüte allein auf dem Hof standen. Macher sind Freaks wie Erwin Wurm. Ob er allein auf dem Pausenhof stand, kann ich an dieser Stelle nicht beantworten, aber dass seine Kunst ein absoluter Knaller ist, kann ich mit großer Gewissheit sagen. Seine Bilder sind der absolute Hit und viele von den Dingen kann man bei Langeweile einfach mal selbst ausprobieren. Da ist zum Beispiel das Bild, wo er mal den Kopf in den Kühlschrank steckt “Keep a cool head” oder sich ein paar Gewürzgurken zwischen die Füße klemmt - wirklich zwei schöne Ideen.
Seine Bilder geben viel Raum für Phantasie und viele der Dinge lohnen sich bestimmt mal auszuprobieren. Besonders angetan hat es mir das Bild mit dem Edding in der Nase. Ich muss sagen… das ist einfach mal ‘ne coole Nummer. Respect!
Wer sich übrigens mehr Anregungen holen will, sollte mal im MUMOK (Wien) vorbeischauen. Da läuft grad ne Ausstellung mit vielen witzigen Bildern zum Anschauen und Nachmachen. Hier ist der Link: http://www.mumok.at.